Problem von Anonym - 17 Jahre

Warum habe ich das getan?

ich war vor einiger zeit mit einem kerl zusammen. ich hab schluss gemacht nach 2 monaten. er rannte mir noch ein halbes jahr hinter her doch ich wollte ihn nicht. aus nur einem grund habe ich damals schluss gemacht: meine damalige beste freundin konnte ihn nicht ausstehen und meinte zu mir ich soll ihn in den wind schießen und ihn vergessen denn ich hätte etwas besseres verdient. also tat ich das auch. ES WAR DER GRÖßTE FEHLER MEINES LEBENS. er hat sich dann neu verliebt und ich darf mir ihn mit seiner freundin jetzt jeden tag mit ansehen denn er wohnt bei mir um der ecke. jetzt lange zeit später will ich nichts anderes als ihn zurück haben. wie bekomme ich ihn zurück???
ich will dich wieder ...!

Maja Anwort von Maja

Grüß dich,

wie oft passiert es, dass man eine Entscheidung hinterher bereut. Leider aber kannst du sie nicht mehr ändern.
Das einzig richtige ist zu versuchen dich für ihn zu freuen.
Er hat jetzt eine Freundin und ich denke du würdest es auch nicht wollen, wenn sich jemand in deine Beziehung einmischen würde.

Ich hab noch ein paar Liebeskummertips für dich und hoffe, dass sie helfen:

Erste Hilfe bei Liebeskummer


Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt...


Gründe für Liebeskummer gibt es viele:
Man trifft den Traummann oder die Traumfrau seines Lebens und traut sich
nicht, ihn oder sie anzusprechen.
Plötzlich macht einer von beiden Schluss, und der andere verliert den Boden
unter den Füßen.
Die Liebe ist groß, aber man kann nicht zueinander kommen, weil etwas der
Liebe im Weg steht, wie bei Romeo und Julia.
Man hat sich anfangs wahnsinnig geliebt, doch auf einmal ist der Alltag
stärker, alles versinkt in Langeweile...


So unterschiedlich diese ganzen Probleme klingen mögen, haben sie doch Eines
gemeinsam: Sie können das eigene Leben ganz schön beeinträchtigen, es gar
sinnlos erscheinen lassen. Alles ist nur noch grau in grau, die Lebensfreude ist
abhanden gekommen. Die Erkenntnis trifft dich aus heiterem Himmel, völlig
unvorbereitet.


Es dauert eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hat. Etwas Angenehmes hat
sich verabschiedet, und jetzt fragt man sich, wie man damit klarkommen soll.
Gleichzeitig geht das Leben trotzdem weiter; da ist Verwirrung vorprogrammiert!


1. Es ist aus!


- Nimm dir Zeit.
Zeit ist jetzt das Wichtigste. Wenn du weinen willst, tu das. Ist dir eher
nach schreien oder toben zumute, such dir einen Ort, an dem du das frei tun
kannst. Oder geh mit einem Bekannten irgendwo hin, wo du dich in aller Ruhe
ausquatschen kannst. Mach, wonach dir gerade ist, und lass deinen Gefühlen
freien Lauf! Niemand verlangt von dir, dass du alles in fünf Minuten verdaut haben
musst, schließlich ist gerade etwas Entscheidendes passiert, das dein Leben
von Grund auf verändert. Auf einer Skala von 0-100 bedeutet der größte
seelische Stress für uns der Verlust eines geliebten Menschen. Dein Körper reagiert
darauf mit veränderter Hormonausschüttung, die auch deine Seele beeinflusst.
Deshalb kriegen manche Leute Schweißausbrücke, werden rot oder brechen
zusammen.
Dieser Einschnitt verlangt eine Komplettumstellung des Körpers. Es ist fast
nicht möglich, unberührt daraus hervor zu gehen.


- Frag nicht nach dem "Warum".
Es gibt mindestens so viele Gründe für eine Trennung, wie es Menschen auf
der Welt gibt. Klar, man sitzt da, starrt die Wand an und sucht verzweifelt
nach einer Erklärung, nach Fehlern, die man hätte vermeiden sollen... All das
ist ein Versuch, das Geschehene rückgängig zu machen. Sein wir Ehrlich: In 99,9
% der Fälle ist das leider nicht möglich.
Für die ersten Tage mag es hilfreich sein, über die vergangene Beziehung
nachzudenken. Die Gefahr, die jedoch von dieser Frage nach dem "Warum?" ausgeht,
ist folgende: Man verzettelt sich, verheddert sich in den eigenen Gedanken,
und macht das eigene Selbstwertgefühl noch kleiner, als es sowieso schon ist.
Meist findet man durch das "Warum?" nicht die Antwort, sondern nur mehr
Gründe, um sich noch schlechter zu fühlen.
Ein Vergleich: Irgendwann hat jeder schon mal eine Klassenarbeit verhauen.
Danach sitzt man über der Korrektur, ärgert sich über seine Fehler, ist auch
nicht wirklich begeistert, dass man jetzt, wo alles vorbei ist, die Lösung
präsentiert bekommt, weil man dadurch ja keine bessere Note einheimst. (Ein
schwacher Vergleich, vom Prinzip her jedoch annehmbar.)


- "Weshalb?"
Such dir eine gute oder einen guten Freund. Nimm dir ein Blatt Papier.
Schreib auf, was an deiner Ex-Beziehung gut war, und was du vermissen wirst. In
deiner gegenwärtigen Situation können dir duzende von Dingen einfallen; schreib
sie alle auf, die Zeit hast du.
Überlege dann, was du auf keinen Fall vermissen wirst, was du gehasst hast,
was du lieber heute als morgen geändert hättest. Wenn dir nichts einfällt,
frag deinen Freund. Sicher hast du dich in der Vergangenheit hin und wieder
über Eigenheiten deines oder deiner Ex beklagt, an die sich dein Freund gut
erinnert! Lasse nichts aus. Auch wenn du glaubst, dass das alles nicht ins
Gewicht fällt, weil der Schmerz so groß ist. In ein paar Tagen wird sich dein
Kummer gelegt haben, und du kannst wieder klarer denken.


Viele meinen auf den ersten Blick, dass sich das "Weshalb?" nicht vom
"Warum?" unterscheidet. Wenn man das Wort zerlegt, kommt man nach und nach auf die
Kombination "zu wessen halben?", also zu wessen Gunsten ist dies geschehen.
Kann man in einer Trennung oder der Erkenntnis, dass nichts mehr so ist, wie
es war, etwas Gutes erkennen? Ja, man kann. Es mag anfangs schwer sein. Sehr
schwer sogar. Es kann Monate oder Jahre dauern. Aber es ist möglich.


- Mein Part in der Ex-Beziehung.
Es ist nicht leicht, sich selbst objektiv zu betrachten und zu erkennen, wie
man sich wirklich verhalten hat. Das heißt nicht, dass einer von beiden die
Schuld für das Scheitern der Beziehung zugeschoben bekommt; darum geht es gar
nicht.
Jeder von euch hat etwas zu eurer Liebe beigetraten, was sie gefördert hat,
aber auch etwas, was sie beeinträchtigt hat. Wenn dein Schmerz ein wenig
abgeklungen ist, überleg in aller Ruhe, wie dich dein Ex gesehen haben könnte, z.
B. in Situationen, die sich immer wieder abgespielt haben. Hättest du die
Möglichkeit gehabt, anders zu reagieren? Was hättest du statt dessen tun
können? Wie hätte sich das ausgewirkt?
Deine Ex-Beziehung wirst du dadurch wahrscheinlich nicht wiederbeleben
können. Diese Reflexion kann dir jedoch entscheidend dabei helfen, die gleichen
Fehler in der nächsten Beziehung (s. u.) zu umgehen und neue Wege zu finden.


- Silberstreif am Horizont.
Erste Woche: Du glaubst, du bist durch die tiefste Hölle gegangen.
Zweite Woche: Wenn du dich anstrengst, kannst du den Aufgang zum Licht sehen.
Dritte Woche: Verdammt! ER oder SIE ist dir wieder über den Weg gelaufen,
und du bist so tief gefallen dass dich keiner mehr retten kann...
Liebeskummer ist tückisch. Immer dann, wenn man glaubt, alles wieder
einigermaßen im Griff zu haben, kommt der nächste Schlag in die Kniekehlen, und
alles geht wieder von vorne los. Erinnerungen, Tränen, Nachts kannst du nicht
schlafen. Glaubst allmählich verrückt zu werden.
Die Seele ist clever: Sie zeigt uns nur das, was wir wirklich verkraften.
Das ist erstaunlich, wenn man die Bilder im Kopf betrachtet - ganz schön heavy,
was sich da abspielen kann... Der Mensch ist auf Selbsterhaltung
programmiert, also wird er sich nicht wissentlich, schon gar nicht unbewusst überlasten,
weil das den Tod bedeuten kann. Ein nützliches Schutzprogramm aus der Urzeit!
Was kann man in dem Fall tun?
Ablenkung ist das A und O! Sich noch mal alles vor Augen führen, was man auf
die Pro-/Contraliste geschrieben hat. Mit einem guten Freund reden. Die
Seelsorge anrufen. An den Kummerkasten schreiben. Gleichgesinnte suchen, um auf
andere Gedanken zu kommen. Joggen. Radfahren. Ein neues Hobby anfangen. Sich
Zeit nehmen. Fünf gerade sein lassen. Sich selbst ein Geschenk machen, um sich
zu zeigen, dass man es sich selbst wert ist. All das mit dem Wissen, dass
alles gut wird - früher oder später. - Wie lang das dauern kann? Das hängt von
deiner Verfassung ab. Wichtig ist jedoch, dass es möglich ist, damit fertig zu
werden.


- Das Leben geht weiter.
Lenk dich ab: Geh zur Arbeit, in die Schule, besuch Freunde, tanz die Nächte
durch, schreib ein Buch, werde Schachweltmeister... Es mag dir unmöglich
erscheinen, alles so zu tun wie "davor", jedoch sichert es deine Existenz, hilft
dir, den Bezug zum Leben zu halten. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich nur
noch ins stille Kämmerlein zurück zu ziehen. Natürlich tut es anfangs gut,
zu trauern, und es ist auch wichtig. Jedoch solltest du spätestens nach zwei
bis drei Wochen wieder rausgehen, da der Körper sonst nicht mehr auf
"Normalbetrieb" umstellen kann und es eher schlechter als besser wird.


- Neue Liebe, neues Glück?
Es mag wie ein Glücksfall anmuten, wenn man kurz nach der Trennung gleich
wieder einen Partner "fürs Leben" findet. Aber war das der Ex nicht auch...?
Lass dir auch hier Zeit. Wenn du deine alte Beziehung noch nicht ganz
verdaut hast, trägst du sie automatisch in die neue mit hinein. Es ist erstaunlich,
wie viele gute - und auch schlechte - Eigenschaften der neue Partner mit dem
alten gemeinsam hat, und wie sehr sich nach relativ kurzer Zeit die
Probleme, die man miteinander hatte, ähneln!
Es kommt sehr häufig vor, dass man in der raschen neuen Beziehung unbewusst
die alte aufarbeitet. Das tut der neuen Beziehung natürlich nicht gut, weil
es keinen Raum mehr gibt für Neues. Man drängt sich unbewusst in die Rollen,
die man eigentlich nicht mehr haben wollte.
Diese "Kittliebe" ist meistens nur ein Übergang und hinterlässt bei vielen
einen schalen Nachgeschmack. Das Gefühl, benutzt worden zu sein, lässt sich
nur schwer wieder abstellen...
Sollte es diesmal tatsächlich der oder die "Richtige" sein, braucht niemand
etwas übers Knie zu brechen. In diesem Fall hat sich das Sprichwort "Wahre
Liebe kann warten" erstaunlich oft bewahrheitet!


P. S.: Sollte das alles nach ein paar Wochen nicht geholfen haben, such dir
jemanden, der sich beruflich mit Krisen beschäftigt, z. B. dein Hausarzt. Es
gibt Situationen, in denen man einen Kick von außen braucht, um wieder auf die
Beine zu kommen. Das heißt nicht, das du mit deinem Leben nicht fertig
wirst, sondern dass du für eine gewisse Zeit Hilfe brauchst - und das tun wir alle
mal :-)


Ich wünsche dir alles Gute, liebe Grüße