Problem von Alec (18 Jahre)

Freunde nutzen mich aus

Um das eigendliche Problem zu beschreiben, muss ich ein wenig ausholen.

Vor 3 Jahren ist meine Mutter gestorben. Da war ich 15. Leute, mit denen ich zwar zu tun hatte, aber eben nicht mehr, haben mit mir dann mehr unternommen. Nach einigen Wochen hab ich dann neue Freunde kennengelernt. Und bin praktisch in einen Freundeskreis reingerutscht, die mich eigendlich alle auf Anhieb akzeptierten.
Wir hatten Spaß, haben Gelacht, haben gesoffen, haben dies und jenes gemacht. Aus einem von denen wurde dann mein bester Freund. Ich konnte ihm Dinge erzählen, die ich niemandem anvertraut hätte.
Aber genau dieser jemand scheint (im nachinhein erkannt) eine falsche Schlange zu sein. Es war allgemein bekannt, das ich ein paar Jahr älter war. Ich war 15, und die meisten von denen waren 12-13. Aber das war mir damals egal. Denn ich hatte in ihnen Freunde gefunden. Das war auch alles eine schöne Zeit. Bis ich dann eines Tages erkannt habe, was ich eigendlich für die bin. Da ich älter war, hatte ich auch mehr "Rechte", was Führerschein, Alkohol und Tabak betrifft. Anfangs war mir gar nicht bewusst, das ich immer derjenige war, der alles besorgen muss, jeden mitnehmen musste etc.
Als ich 18 1/4 war, und endlich Führerschein hatte (lange Pause, wegen medialer Tibiakopffraktur links mit Osteosynthese von medial), fuhr ich auch Auto. Und das machen meine "Freunde" noch unverschämter. Ich musste immer fahren. Als ich Auto hatte, wurden die Fahrten auch länger. Zum Schimmbad 30km entfernt, zum Baggerteich, und und und. Ich habe das Thema oft angesprochen, doch es wurde immer abgewiesen und verharmlost. Denn ich alleine konnte den Sprit nicht bezahlen, den ich zu oft für diese Leute verballert habe. Da ich noch zur Schule ging (Fachabi) hatte ich nicht viele Mittel.
Irgendwann war ich an einem Punkt angelangt, wo ich die Beherrschung fast verloren hätte, und den Hauptprobelamtor eine gedonnert hätte.
Wir planten eine Fahrt auf einen Jahrmarkt etwa 40-50km weit entfernt. Ich habe vorher angekündigt, das sich jeder an den Kosten beteiligen muss. Jeder war einverstanden. Am Ende, als ich die Hand aufgemacht habe, hat dieser jemand mich dann mit Ausreden like "Hab kein Geld mehr, alles ausgegeben. Ich gebs dir morgen" abgespeist.
Ich war kurz davor, diesem Menschen so eine zu donnern, das er seine Einzelteile per Straßenreinigung wieder zusammenhätte kehren müssen.
Seit diesem Tag habe ich den Kontakt auf Freundschaftsebene komplett beendet. Ich habe ich auch klipp und klar die Meinung gesagt.
Er meint, ich wäre ein Egoist. Ich solle mich nicht so haben. War doch gar nicht viel Benzin. Was bist du denn für einer. Freunde machen sowas nunmal.

Durch einiges anderes, was ich lieber für mich behalten möchte, ist alles noch schlechter geworden.
Jetzt bin ich an einem Punkt im Leben angelangt, wo ich selbst von mir sagen kann, das ich einen Schritt erwachsener und reifer geworden bin.
Und ich kann belegbar sagen, das Er noch viel zu lernen hat was "Geben - und - Nehmen" betrifft.
Ich habe nur gegeben, und er hat nur genommen.

Nur ich bin mir immernoch nicht ganz sicher, ob ich das überhaupt wollte. Ich weiss nicht, ob es richtig war, aufen Tisch zu hauen.
Aber hätte ich meine klappe gehalten, wäre das recht teuer für mich geworden.

Manchmal frage ich mich, warum hatten wir 3 Jahre. Warum habe ich das nicht früher erkannt. Warum war ich zu feige zu sagen was ich denke. Warum hab ich ihm nicht die Eier rausgerissen. Warum musste es so kommen.
Warum muss er die Mitte des Kreises sein. Durch ihn hab ich nun allen die Freundschaft innen Arsch gesteckt. Weil sie alle hinter ihm stehen.

Warum? Was denkt ihr darüber? Habe ich richtig gehandelt? Und wenn ja, warum schmerzt es dann so sehr, das ich einen sehr guten Freund innen Arsch getreten habe, und -nein- gesagt habe? Warum war ich nicht stark genug um mich durchzusetzen? Warum habe ich mich so lange immer wieder weichklopfen lassen?
Ich weiss leider nicht die antworten. Aber ich weiss, das ich ein Kapitel beendet habe, und nun zum nächsten Kapitel übergehe. Und leider (

Annika Anwort von Annika

Hallo Alec,
Du hast absolut richtig gehandelt.
Wenn man ausgenutzt wird und die Freundschaft einseitig ist, dann ist das keine Freundschaft mehr.

Du hast das all die jahre nciht wahr haben wollen, da die Clique dir nach dem Tod deienr Mutter Halt gab und für dich da war.
Du fühltest dich nicht mehr allein.
Am Anfang wars also von denen kein Ausnutzen, aber mit der Zeit haben sie deine Vorteile des älter seins für sich genutzt.

Es war höchste Zeit einen Schlußstrich zu ziehen. Unter Freunden zahlt man grundsätzlich Spritgeld, das ist einfach so. Unverschämt dich so aus zu nehmen.

Wenn es nur der eine Typ war, der sich so fdreist benommen hat udn die anderen Mitläufer sind, vielleicht kannst du dich ja mal mit einem der anderen allein treffen und mit ihm drüber reden. Es muß einer sein, der dich nicht so ausgenutzt hat und dicht gleich in der Clique plappern würde.
Ansonsten hast du Recht, geh zum nächsten Kpitel über.
Such dir neue Leute, vielleicht in deiner Jahrgangsstufe.
Es gibt echt viele Leute für die Freundschaft tatsächlich ein Geben und Nehmen ist.
Viel Erfolg